Wegen der bayerischen Randlage und zerschnitten
durch die bayerisch-württembergische Staatsgrenze,
drohte das Ries ins "kulturelle Abseits" zu geraten.
Es bedurfle deshalb nur eines geringen Anstoßes
des früheren Staatsministers Anton Jaumann,
um die kulturellen Eigenkräfte des
Rieses zu wecken.
Er hob als Initiator und späterer Protektor der
Rieser Kulturtage mit vielen Gleichgesinnten den
Verein Rieser Kulturtage im Jahre 1975 aus der Taufe.
Neunzehn Arbeitskreise vertreten seither im Verein
das breite Spektrum der verschiedenen
kulturellen Belange.
Von Anfang an wurde der Kulturbegriff sehr weit
gefasst. So gibt es neben den "klassischen" Bereichen
"Geologie, Natur und Landschaft, Geschichte, Literatur
und Bildende Kunst" auch die Arbeitskreise "Jugend,
Landwirtschaft, Schulen, Sozialer Bereich, Handwerk
und Industrie".
Neben allen Städten und Gemeinden des Rieses ließen
sich auch die Universitäten Augsburg, München, Eichstätt,
Münster und Berlin, die beiden großen Konfessionen
sowie die Rieser Adelshäuser in die kulturellen
Bemühungen des Vereins einbinden. Die Schirmherrschaft
über Rieser Kulturtage übernehmen seit 1976 die
jeweils die amtierenden Ministerpräsidenten von
Bayern und Baden-Württemberg
Im Rahmen von 13 Rieser Kulturtagen wurden insgesamt
mehr als 1700 Einzelveranstaltungen durchgeführt
Im Jahr 2002 wurde der Verein Rieser Kulturtage
für seine "beispielgebenden und vielseitigen
Aktivitäten" vom Bayerischen Landesverein
für Heimatpflege mit der "Medaille für
vorbildliche Heimatpflege" ausgezeichnet.